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Die Idee

Im Jahre 1993 organisierte Stefan Rothen aus Rangsdorf in seinem Wohnort eine Ausstellung im alten Seebad-Casino über das Eissegeln. Parallel dazu erfolgte die Gründung des "Europäischen Eissegel-Museum".
Vorausgegangen war eine gezielte Sammlertätigkeit seit 1980. In dieser Ausstellung erzählten viele Besucher Erlebnisse aus ihrer Jugendzeit und ihre Verbindung zum Eissegelsport. Der Sammler und Historiker, Stefan Rothen, erhielt während der Ausstellung zahlreiche Schenkungen wie Fotografien, Pokale, Zeitungsausschnitte und eine XV-Monotypsegel aus dem Jahre 1940. Letzteres brachte die 70jährige Charlotte Sass aus Schweden mit dem Zug nach Rangsdorf. Als ehemalige Berlinerin gehörte sie mit ihrem erfolgreichen Mann bis 1945 zu der großen Eissegelfamilie zwischen Wannsee, Müggelsee und dem Rangsdorfer See. Der ehemalige Eissegler, Wilhelm Laborenz (Berlin), schenkte dem Museum i.G. kurze Zeit später ein Handsegel von 1938 mit extragefertigten Schlittschuhen. Damit war auch die Ausstellungsgrundlage für das Museum geschaffen.
Endlich konnte das große Ziel Museum angegangen werden. Hinter der Präsentation des Eissegeln in all seinen Formen will das Museum folgende Ziele verwirklichen:

- Konsultationsstelle für den Eissegelsport
- Forschungsstelle
- Ständige Ausstellungspräsentation
- Sonder- und Wanderausstellungen
- Archivbetreuung
- Zusammenarbeit mit Verantwortlichen der Eissegelsportarten

Endlich am 01.04.2001 wurde der große Traum vom Museum war. Im neuerbauten Seebad-Casino wurde ein Gebäude nur für das Museum errichtet. Es beherbergt außerdem in der oberen Etage ein Bücker-Luftfahrt-Museum. Das Eissegelmuseum ist in Europa das einzigste seiner Art. Es liegt an historischer Stelle. Einst trafen sich auf den 250 ha großen Rangsdorfer See Schlitten des Tepperschen Silberstreifentyps, Konstruktionen mit starren Segel wie der legendäre "Feuervogel" von Heinrich von Schulmann in Besitz von Dr. Kadelbach und der "Taifun" der Familie Sass, aber auch 12er, XV-Monotyp, Eispiraten und der weltweit bekannte DN-Schlitten. Die Rangsdorfer Schlittenproduktion fand direkt neben dem Seebad-Casino statt. Der Bootsbauer, Kurt Kofeld, baute sie u.a. für Bankrat Unfug (Berlin) , für den Gaststättenbesitzer Bernhard Ziedrich (Rangsdorf), für sich und seinem Sohn.
Was lag also näher, hier an traditionsreicher Stätte ein Eissegelmuseum zu errichten. Die Idee wurde verwirklicht in einem Ort, von dem schon einmal der Antrag an das Olympische Komitee erging, das Eissegeln in das olympische Programm aufzunehmen (19.01.1933).

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